HKM und Thyssenkrupp Steel mit 16 neuen Wasserstoff-Experten

Im Beisein von Markus Grolms, Personalvorstand von thyssenkrupp Steel (2. Reihe links), Matthias Wulfert, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, IHK Niederrhein (2. Reihe 2. von rechts), und Dr. Veit Echterhoff, Leiter der Ausbildung bei thyssenkrupp Steel (oben rechts), feierten 16 Auszubildende von thyssenkrupp Steel und HKM ihre bestandene Prüfung als Wasserstoff-Experten.

Der Stahlerzeuger Thyssenkrupp Steel setzt auf Wasserstoff für klimafreundlichen Stahl. Die erste Direktreduktionsanlage mit Einschmelzaggregaten ist bis 2027 geplant. Dafür braucht es auch fähiges Personal – und dieses bildet man selbst aus. Gemeinsam mit Personal den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) haben jetzt die ersten 16 Auszubildenden ihre IHK-Prüfung erfolgreich abgelegt. Sie seien nun bereit für den Einsatz von Wasserstoff, heißt es aus dem Unternehmen.

Die Transformation der Stahlproduktion bei thyssenkrupp Steel erfordert nicht nur den Bau neuer Anlagen, sondern auch die Qualifizierung der Mitarbeitenden für den Einsatz von Wasserstoff. Um die Auszubildenden auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, hat das Unternehmen eine „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ eingeführt. Diese wurde in Kooperation mit der IHK Niederrhein und den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM), dem Robert-Bosch-Berufskolleg und dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik der Universität Duisburg-Essen entwickelt und ist bundesweit anerkannt. Die ersten 16 Absolventen haben nun ihre IHK-Prüfung bestanden.

Zweite Runde startet im Mai

Thyssenkrupp Steel setzt auf klimafreundliche Technologien, um seine Stahlproduktion zu dekarbonisieren. Bis 2027 baut das Unternehmen seine erste Direktreduktionsanlage mit Einschmelzaggregaten, die perspektivisch mit grünem Wasserstoff betrieben wird. Dieser wird aus erneuerbaren Energien gewonnen und reduziert den CO2-Ausstoß bei der Stahlherstellung erheblich. Die neuen Anlagen erfordern spezielles Fachwissen und Kompetenzen von den Mitarbeitenden. Deshalb bietet das Unternehmen seinen Auszubildenden seit Sommer letzten Jahres die Möglichkeit, sich schon frühzeitig für die Zukunft zu qualifizieren und die nachhaltige Transformation des größten deutschen Stahlherstellers aktiv mitzugestalten. Die ersten 16 Absolventen von thyssenkrupp Steel und HKM haben nun ihre IHK-Prüfung bestanden. Sie haben in sieben Modulen an 23 Trainingstagen gelernt, wie man Wasserstoff sicher handhabt, transportiert und nutzt.

„Wir gratulieren allen Auszubildenden zu ihrem erfolgreichen Abschluss der Zusatzqualifikation Wasserstoff. Das zeigt, wie motiviert und engagiert sie sind. Im Mai starten wir mit dem zweiten Durchlauf und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Unsere Auszubildenden sind fit für die Zukunft“, sagt Dr. Veit Echterhoff, Ausbildungsleiter bei thyssenkrupp Steel.

Das Aufmacherbild zeigt die 16 Auszubildende von Thyssenkrupp Steel und HKM, die ihre bestandene Prüfung als Wasserstoff-Experten feierten. Ihnen zur Seite stehen Markus Grolms, Personalvorstand von Thyssenkrupp Steel (2. Reihe links), Matthias Wulfert, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, IHK Niederrhein (2. Reihe 2. von rechts), und Dr. Veit Echterhoff, Leiter der Ausbildung bei Thyssenkrupp Steel (oben rechts).

 

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Foto: Thyssenkrupp Steel

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