Produktemissionen: Klöckner & Co führt Nexigen Data Services ein

Blockchain-Symbolbild für Nexigen Data Services von Klöckner & Co. (Symbolbild)

Mit der IT-Lösung Nexigen Data Services können Kunden von Klöckner & Co künftig die CO2-Emissionshistorie sämtlicher bezogener Stahl- und Metallprodukte digital einsehen. Die Software zeigt dabei Reduktionspotenziale auf – und trägt damit zur Dekarbonisierung der Branche bei.

Klöckner & Co unternimmt einen weiteren Schritt, um zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie beizutragen. Ab sofort können Kunden des Händlers mit der Lösung „Nexigen Data Services“ ihre Produktemissionen digital managen. Neben dem Einblick in die CO2-Emissionshistorie für ihre bezogenen Produkte schlägt ihnen das Tool für diese auch grünere Alternativen vor. Zudem zeigt die Technologie das damit verbundene Reduktionspotential auf.

Nexigen Data Services macht darüber hinaus die CO2-Emissionen eines Stahlproduktes entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Rahmen eines CO2-Passports sichtbar. Dank ener Blockchain-Technologie ist dieser Klöckner & Co zufolge „unveränderbar und eindeutig nachverfolgbar“. Kunden könnten damit von nun an digital einsehen, wie viele CO2-Emissionen (cradle to gate) beim jeweiligen Klöckner-Produkt anfallen – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zur Verarbeitung, zur Lagerung sowie zum Transport.

„Mit dem Nexigen PCF Algorithm bieten wir unseren Kunden bereits seit Jahresbeginn individualisierte Product Carbon Footprints für nahezu all unsere 200.000 Produkte an. Mit den Nexigen Data Services ermöglichen wir ihnen nun eine noch größere Transparenz und innovative strategische Steuerung ihrer produktbezogenen CO2-Emissionen“, erklärt Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands von Klöckner & Co.

Die Technologie Nexigen Data Services wurde egens von Klöckner & Co entwickelt, heißt es vonseiten des Konzerns. Die Emissionsberechnungsmethode des Nexigen PCF Algorithm als zugrundeliegende Technologie wurde durch den TÜV SÜD zertifiziert. Zudem setzt Klöckner & Co mit Polkadot eine offene Blockchain-Technologie ein, die im Vergleich zu anderen Blockchains als eine der energieeffizientesten gilt. Darüber hinaus, betont Klöckner & Co, ermögliche deren Einsatz „ein hohes Maß an Datenintegrität und Resilienz gegen Ausfälle sowie eine lückenlose Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette“.

Foto: NicoElNino/Shutterstock.com

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