Inteco erhält signifikante Aufträge aus Deutschland

Das Bild zeigt eine technische Anlage. Auf einem Schild ist der Name Inteco zu lesen.

Gleich doppelt ist der in Österreich ansässige Anlagen- und Technologielieferant Inteco in Deutschland zum Zug gekommen – bei Saarstahl und beim Stahlwerk Bous, einer GMH-Tochter. In dem einen Fall geht es um eine umfassende Investition, in dem anderen um eine Modernisierung.

Mitte April teilte Inteco mit, dass man einem langjährigen Partner des Hauses einen nennenswerten Auftrag erhalten habe. Konkret handelt es sich dabei um den saarländischen Stahlhersteller Saarstahl AG. Die vertraglich vereinbarte, hochmoderne Sekundärmetallurgie-Anlage wird einen 200-Tonnen-Doppelpfannenofen, eine 200-Tonnen-RH-Entgasungsanlage mit mechanischen Vakuumpumpen, ein komplexes Materialtransportsystem und verschiedene andere Zusatzkomponenten umfassen. Die Investition ist Teil der Nachhaltigkeitsinitiative von Saarstahl, die Produktion umweltschonender zu gestalten. Mit der Umstellung vom integrierten Hüttenwerk hin zur Stahlproduktion im Elektrolichtbogenofen will Saarstahl auch seine Kapazitäten in der Sekundärmetallurgie deutlich erhöhen. Bis Januar 2027 soll die erste Schmelze absolviert werden, heißt es. Bereits 2014 lieferte Inteco zwei Doppelpfannenöfen und eine RH-Entgasungsanlage und begründete damit erfolgreich diese Geschäftsbeziehung.

Inteco erhält zuvor einen Modernisierungsauftrag von Bous

Wenige Woche zuvor erteilte Stahlwerk Bous GmbH einen Modernisierungsauftrag. Das Mitglied der GMH Gruppe möchte die bestehende 70t-Vakuumentgasungsanlage optimiert sehen. Im Mittelpunkt dieses neuen Auftrags steht der Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanke. Durch die Installation einer neuen mechanischen Vakuumpumpe wird der gasbefeuerte Kessel für die Dampfstrahlvakuumpumpe stillgelegt, wodurch der CO2-Ausstoß zur Vakuumerzeugung auf null reduziert wird. Die Installation der Vakuumpumpe umfasst auch einen Zyklon sowie einen Vakuumfilter, welche die Einhaltung der Emissionsgrenzen garantieren.

Zusätzlich zur Lieferung der mechanischen Pumpeneinheit wird die gesamte Elektrik und Automatisierung erneuert, sowie die IMAS-PA-VD Level 2 Softwarelösung von Inteco installiert. Auch hier spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Durch den Einsatz modernster Entgasungstechnologie in Kombination mit neuen innovativen Prozessmodellen und Systemen werden Behandlungszeit und Energieverbrauch reduziert. Darüber hinausa bieten das Automatisierungskonzept und IMAS von Inteco dem Anlagenbediener optimale Führung durch den kompletten Schmelzprozess.

Inteco unterstreiche mit diesem Auftrag „einmal mehr seine Vormachtstellung in der Sekundärmetallurgie für die Hersteller von Spezialstahl“, heißt es selbstbewusst aus Österreich.

 

Weitere Meldungen rund um das Unternehmen aus Österreich finden Sie > hier.

Foto: Inteco

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