Robert Habeck übergibt ArcelorMittal signifikanten Förderbescheid

Robert Habeck

Bundesminister Robert Habeck hat am 30. Mai gemeinsam mit der Bremer Senatorin Kristina Vogt dem Unternehmen ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt einen Förderbescheid über 1,27 Milliarden Euro für die Dekarbonisierung seiner Stahlproduktion überreicht.

Damit kann das Projekt DRIBE2 der beiden Produktionsstandorte für Flachstahl in Bremen und Eisenhüttenstadt jetzt durchstarten. Bundesminister Habeck hatte bereits am 5. Februar 2024 bei der Betriebsversammlung von ArcelorMittal in Bremen die Unterstützung für das Projekt bekräftigt.

Robert Habeck sieht Klimaschutz, Industrie und Arbeitsplätze im Einklang

Habeck: „Heute erreichen wir einen Meilenstein bei der Transformation unserer Industrie: Mit DRIBE2 haben jetzt alle vier großen Dekarbonisierungsprojekte der Primärstahlproduzenten in Deutschland eine Förderzusage erhalten. Die Stahlhersteller sind die größten CO2-Emmitenten im Land und ihre Transformation zur CO2-Neutralität ist nicht nur ein riesiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch das klare Signal: Klimaschutz, Industrie und Arbeitsplätze können gemeinsam gelingen! Außerdem leisten die Stahlprojekte als wichtige Abnehmer einen entscheidenden Beitrag zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Mit der Anlage in Eisenhüttenstadt sichern und schaffen wir zukunftsfähige Arbeitsplätze auch in den neuen Bundesländern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Projekte durchstarten und in die Umsetzung gehen.“

Projekt mit drei Teilprojekten

Die Genehmigung zur Förderung des Projektes DRIBE2 erfolgte im Februar 2024 durch die Europäische Kommission. Es umfasst drei Teilprojekte. Die Direktreduktionsanlage in Bremen wurde im Rahmen des IPCEI Wasserstoff ausgewählt und wird daher durch die Landesregierung Bremen mit rund 251 Millionen Euro kofinanziert; ein Elektrolichtbogenofen in Bremen und zwei weitere Elektrolichtbogenöfen in Eisenhüttenstadt werden über das Programm Dekarbonisierung der Industrie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und dabei aus Mitteln des europäischen Aufbauinstruments „NextGenerationEU“, der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität, kofinanziert.

Die genehmigte Projektplanung sieht eine Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen bei ArcelorMittal ab dem Jahr 2026 vor. Die Direktreduktionsanlage wird zunehmend mit erneuerbarem Wasserstoff betrieben. Insgesamt sollen im Rahmen des geförderten Projektes mehr als 3,8 Millionen Tonnen an „grünem“ Stahl jährlich entstehen. Die CO2-Einsparungen durch DRIBE2 von bis zu 5,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zum Ende der Projektlaufzeit entsprechen mehr als 10 Prozent der Emissionen der gesamten Stahlindustrie in Deutschland.

 

Foto: Stefan Kaminski/Grüne im Bundestag

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